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Ungeachtet jahrelanger Diskussionen über eine allgemein konsensfähige, definitorische Abgrenzung der Dienstleistungen von anderen Wirtschaftsgütern werden hierzu in Theorie und Praxis derzeit noch durchaus kontroverse Auffassungen vertreten. Vor diesem Hintergrund entspricht es der Logik, wenn auch die Auffassungen hinsichtlich der Beiträge, welche die Produktion von Dienstleistungen zum Sozialprodukt einer Volkswirtschaft leistet, sowie die Zahlen der in verschiedenen Volkswirtschaften mit der Produktion von Dienstleistungen Beschäftigten, umstritten sind. Dennoch herrscht immerhin Einhelligkeit darüber, daß sich sowohl der Anteil der Dienstleistungen am Sozialprodukt als auch die Zahlen der im Dienstleistungsbereich Beschäftigten — wenn auch in unterschiedlichen Größenordnungen — in praktisch allen hochentwickelten Volkswirtschaften seit langem kontinuierlich erhöhen. In einem bisweilen geradezu als grotesk anmutenden Gegensatz hierzu hat sich zumindest die deutschsprachige Betriebswirtschaftslehre von dieser Entwicklung in den letzten Jahrzehnten offensichtlich nicht sonderlich beeindrucken lassen. Diese Feststellung gilt in erster Linie für die Beschäftigung mit allgemein gültigen, d.h. wirtschaftszweig- beziehungsweise branchenübergreifenden Merkmalen von Dienstleistungen sowie Eigenheiten der Dienstleistungsproduktion (vgl. auch den Beitrag von Corsten in diesem Handbuch).