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Zusammenfassung. Ziel der Studie war es, die deutschsprachige Version des Illness Perception Questionnaire-Revised (IPQ-R) psychometrisch zu evaluieren. Hierbei wurden die faktorielle Validität, Konstruktvalidität und konkurrente Kriteriumsvalidität bestimmt sowie die interne Konsistenz und Test-Retest-Reliabilität analysiert. Die Mehrzahl der Analysen wurden in einer Querschnittsstudie an N = 817 Patienten aus sechs Rehabilitationskliniken durchgeführt. Die Prüfung der konkurrenten Kriteriumsvalidität erfolgte an einer Teilstichprobe dieser Patienten in Kontrastierung zu einer Stichprobe von N = 58 Akutpatienten. Die Test-Retest-Reliabilität wurde anhand einer Stichprobe von N = 45 Patienten aus zwei Rehabilitationskliniken ermittelt. Die faktorielle Struktur des Original-Fragebogens kann insgesamt bestätigt werden. Die Cronbachs Alpha-Koeffizienten liegen mit Werten zwischen .70 und .87 in einem befriedigend bis guten Bereich, lediglich die Skala „Behandlungskontrolle” weist mit einem α von .58 einen inakzeptablen Wert auf. Das Muster der Korrelationsmatrix ist plausibel. Der Fragebogen diskriminiert zwischen Rehabilitanden und Akutpatienten und weist mit Intraklassenkoeffizienten zwischen .55 und .87 bzw. Pearson-Korrelationskoeffizienten zwischen .56 und .87 eine ausreichende Test-Retest-Reliabilität auf. Die kognitiven Krankheitsrepräsentationen von Rehabilitanden können mit dem deutschsprachigen IPQ-R relativ reliabel und valide gemessen werden. Einige der Ergebnisse weisen jedoch auf Überarbeitungspotenzial des Fragebogens hin.
Published in: Zeitschrift für Gesundheitspsychologie
Volume 17, Issue 4, pp. 158-169