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Abstract Stahl inspiriert Bauherren, Architekten und Ingenieure zu kreativen Leistungen. Moderne Architektur ist ohne den Baustoff Stahl undenkbar, besonders, wenn es um Transparenz, große Spannweiten und/oder schlanke Tragkonstruktionen geht. Als architektonisches Medium eingesetzt, soll die Stahlkonstruktion in der Regel sichtbar und ungeschützt bleiben. Bei Brandschutz von Stahlbau denken viele Tragwerksplaner zunächst daran, den Stahl durch das Verkleiden mit speziellen Brandschutzplatten oder Aufbringen von Spritzputz oder teuren aufschäumenden Anstrichen zu “verstecken”. Eine Alternative, die es sogar erlaubt, Stahlbaukonstruktionen sichtbar und ungeschützt zu zeigen, ist das gezielte Bemessen einer Stahlkonstruktion durch Überbemessung “Overmaching”. Zu bemerken ist, daß durch die kontinuierliche Weiterentwicklung insbesondere der höherfesten Feinkornbaustähle bei Langprodukten eine wirtschaftliche Bemessung brandgefährdeter Stahlkonstruktionen, die sichtbar und ungeschützt bleiben sollen, möglich ist. Der klassische Brandschutz bedingt normalerweise einen feuerhemmenden Anstrich, Spritzputz oder wird integriert bei den Verbundkonstruktionen. Eine andere sehr interessante Alternative, um ungeschützte Stahlkonstruktionen herzustellen, ist der Einsatz von FR‐Stahl [1] oder bei praktisch gleichem Ergebnis der Einsatz einer höheren Stahlgüte in der Warmbemessung. Das Prinzip, welches hier vorgestellt wird, ist anwendbar für die Brandschutzklasse F30, darüber hinaus bietet das Naturbrandkonzept Möglichkeiten, eine tragende Stahlkonstruktion sichtbar und ungeschützt zu gestalten.