Search for a command to run...
Platz der Arbeit in · den IdentiUiten Anhand der Erhebung Lebensgeschichte lasst sich aufzeigen, welchen Platz die Arbeit unter den verschiedenen Komponenten der Identitat von Personen einnimmt und welche Bedeutung diese ihr vergleichsweise beimessen. 40 % der Befragten und 54 % der Erwerbstatigen sind der Ansicht, dass die Arbeit eines der drei Elemente ist, die «die am meisten über sie aussagen, die ihre Identifizierung ermëglichen»; sie Iiegt weit hinter der Familie auf dem zweiten Platz. Nach Meinung von 7 % der Befragten ist die Arbeit das Hauptelement ihrer Identitat, wahrend 60 % die Arbeit nicht unter den drei Identifikationsthemen erwahnen. Zwei Drittel der Erwerbstatigen mit einer Beschaftigung geben an, dass für sie «die Arbeit ziemlich wichtig ist, aber nicht so wichtig wie andere Dinge». Zwei Effekte spielen anscheinend bei der Tatsache eine Rolle, dass die Arbeit von anderen Tatigkeiten, Lebensbereichen oder Werten in den Hintergrund gedrangt wird: der eine hat mit der Arbeit und ihren Bedingungen zu tun, was insbesondere die «Zurückhaltung» der intermediaren Berufe, der Angestellten und Arbeiter erklaren kann; der andere ist auBerhalb der Arbeit angesiedelt und zeigt den objektiven Wettbewerb zwischen Berufsund Familienleben, insbesondere bei den Frauen. Einwanderer und Personen mit Migrationshintergrund, die in der Erhebung überreprasentiert waren, nehmen gegenüber der Arbeit eine Position ein, die diese beiden Effekte nicht für sich alleine zu erklaren vermëgen.
Published in: Economie et Statistique / Economics and Statistics
Volume 393, Issue 1, pp. 21-40