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<b>Ziel:</b> Als natürlich gewachsenes Gebiet ist die Nomenklatur in der klinischen Ernährung sowohl geografisch wie auch berufsgruppenspezifisch national und international uneinheitlich. Diese Inkonsistenzen erschweren die Diskussion in Fachkreisen und in der Wissenschaft. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, für das Leitlinien-Update „Klinische Ernährung“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) eine einheitliche Nomenklatur unter Berücksichtigung des nationalen wie auch internationalen Sprachgebrauchs zu schaffen. <b>Methodik:</b> Die Herleitung der Definitionen fand unter Bezugnahme nationaler und internationaler Fachliteratur (medizinische Wörterbücher, Fachbücher für klinische Ernährung, nationale und internationale Leitlinien) und Online-Recherchen (PubMed, Embase, CINAHL, Google Scholar, Internet allgemein) statt, wobei bestehende nationale oder internationale Konsensusdefinitionen bevorzugt behandelt wurden. <b>Ergebnisse:</b> Insgesamt wurden 46 Definitionen mit Quellenerklärung und englischem Übersetzungsvorschlag erarbeitet, die sich in 5 Kategorien gliedern: 1. <i>Allgemeine Definitionen</i> (Klinische Ernährung, Ernährungsmedizin, Care Catering, Diätetik, Ernährungssupport, Ernährungsteam, Adipositasteam, Ernährungskommission, Mangelernährungsscreening, Ernährungsassessment), 2. <i>Ernährungsstatus </i>(Krankheitsspezifische Mangelernährung, Kachexie, Sarkopenie, spezifischer Nährstoffmangel, Refeeding-Syndrom), 3. <i>Interventionen</i> (Ernährungsversorgung, Ernährung, Diät, Vollkost, Speisenanreicherung, Künstliche Ernährung, Orale Nahrungssupplementation, Enterale Ernährung = Sondenernährung, Parenterale Ernährung, Diätberatung, Ernährungsintervention, Ernährungstherapie, Künstliche Ernährungstherapie, Ernährungsplan), 4. <i>Produkte und Techniken für die orale Nahrungssupplementation und enterale Ernährung </i>(Techniken der Sondenernährung, Orale bilanzierte Diäten und Sondennahrungen, Vollbilanzierte Diäten, Teilbilanzierte Diäten, Hochmolekulare Diäten, Niedermolekulare Diäten, Elementardiäten, Standardnahrungen, Krankheitsspezifische Nahrungen), 5. <i>Produkte und Techniken der parenteralen Ernährung</i> (Techniken der parenteralen Ernährung, totale parenterale Ernährung, supplementierende parenterale Ernährung, heimparenterale Ernährung, Gesamtnährlösung, Mehrkammerbeutel, Mehrflaschensysteme). <b>Schlussfolgerung:</b> Erstmals wurde eine umfassende, wissenschaftsbasierte Terminologie für die klinische Ernährungsmedizin erstellt, welche die Kommunikation in Fachkreisen sowie die Formulierung von Leitlinien unterstützen soll.