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Abstract Das häufigste Defizit einer Gewölbebrücke ist eine mangelhafte Instandhaltung in Kombination mit einer nicht oder nur noch teils vorhandenen Abdichtung. Im Fall der Eisenbahnüberführung zwischen Tiergarten und Mittellandkanal (EÜ zw. TG u. MLK) in Hannover liegt zudem eine nicht ausreichende Überdeckungshöhe im Bogenscheitel vor, die nur kompensiert werden kann, wenn der Bogen in seiner Geometrie geschwächt oder die Gleisgradiente angehoben wird. Die Lösung ist der Einsatz von zementgebundenem Ultra‐Hochleistungs‐Faserverbund‐Baustoff (UHFB). Durch die hohe Packungsdichte des faserverstärkten Verbundbaustoffs ist dieser flüssigkeitsdicht und übernimmt zugleich eine tragende und bauwerksabdichtende Funktion. Zementgebundener UHFB besitzt eine sehr lange Dauerhaftigkeit, weist schnelle Erhärtungszeiten auf und kann aufgrund seines hohen Tragwiderstands in geringen Schichtstärken eingebaut werden. An der EÜ zw. TG u. MLK plant die Deutsche Bahn (DB) erstmalig die Ertüchtigung einer Gewölbebrücke mit UHFB‐Fertigteilelementen zur Randkappenausbildung und die Erneuerung der Abdichtung mit einer 3 cm starken zementgebundenen UHFB‐Schicht. Die Teilerneuerung erfolgt in einer 56‐h‐Sperrpause. Im Beitrag werden neben dem Bauwerk die durchgeführten Probeversuche im Rahmen der Genehmigung und die daraus entwickelte technische Lösung des Projekts vorgestellt.