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Abstrakt Die Revierwasserlaufanstalt (RWA) südlich von Freiberg (Sachsen) leitet bereits seit 500 Jahren Wasser vom Erzgebirgskamm nach Freiberg für den Betrieb der ehemaligen Silberbergwerke. Heute ist die RWA Bestandteil eines Rohwasserversorgungssystem u.a. für die Trinkwasserversorgung der Großräume Freiberg und Dresden im Status eines UNESCO‐Weltkulturerbes. Betreiber ist die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen. Innerhalb der Kaskade liegt der Dörnthaler Teich, eine Stauanlage der Klasse 1 nach DIN 19700. Alle Betriebseinrichtungen hatten eine Nutzungsdauer von über 150 Jahren. Für die weitere Nutzung erfolgte eine komplette Erneuerung nach dem Stand der Technik. Hierfür wurde ein neuer GA‐Stollen im bemannten Schildvortrieb errichtet und mit modernen Rohrleitungen und Regelarmaturen ausgerüstt. Der Betriebsauslass und damit die fließende Welle der RWA wird zukünftig energetisch mit einer zweizelligen Durchströmturbine genutzt. Dazu entstanden luftseitig zwei komplett neue Betriebsgebäude, die historischen Striegelhäuser wurden unter Nutzung von Teilen der historischen Holzkonstruktion neu errichtet. Innerhalb der Planung waren Technik und Denkmalschutz ausgewogen zu kombinieren. Eine Vielzahl unterschiedlichster Disziplinen des Bauingenieurwesens waren für die Realisierung erforderlich. Die Bau‐zeit betrug ca. 2 Jahre. Alle Baumaßnahmen waren Ende 2024 abgeschlossen.