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Zusammenfassung Der Einsatz Sicherer Digitaler Identitäten (SDI) bietet Unternehmen und Organisationen die Chance, bislang medienbruchbehaftete Prozessketten durchgängig zu digitalisieren. Für solche sicheren, dezentralen Identitätssysteme hat sich mit Self Sovereign Identity (SSI) auch inzwischen eine Technologie etabliert. Sie bietet Bürger*innen einerseits einen Grad an Souveränität, Kontrolle und Transparenz, der analoge ID-Systeme deutlich übertrifft und unterstützt andererseits auch Prozesse, die ein sehr hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen voraussetzen. Dennoch halten sich die Akteure mit Investitionen bislang zurück. Ein Grund ist die ökonomische und regulatorische Unsicherheit, denn SSI ist zwar ein Lösungskonzept, aber kein wohldefinierter Standard. Es gibt mehrere Varianten auf der privaten und auf der öffentlichen Seite und es ist unklar, inwieweit private und öffentliche SSI-Systeme verschmelzen oder separat bleiben. Für die Akteure stellt sich die Frage, welchen Nutzen ein Einstieg in ein bestimmtes System bietet. Ein zweiter Grund ist der technische Aufwand des Einstiegs, denn er erfordert u. U. tiefgreifende Änderungen an eigenen Geschäftsanwendungen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Organisationen können die Kosten dafür nicht seriös abschätzen, geschweige denn den Umstieg in Eigenregie durchführen. Der hier vorgestellte Ansatz zielt daher darauf ab, die Unsicherheit bezüglich der künftigen Technologie durch einen Adapteransatz zu eliminieren und gleichzeitig – durch die Gestaltung des Adapters – die Kosten seiner Einbindung in die Geschäftsanwendungen und Prozesse zu reduzieren. Er ist als Open Source nutzbar, bietet bewährte und bekannte Sicherheitsmechanismen und eine -as-a-Service-Variante richtet sich speziell an sehr kleine und wenig technikaffine Unternehmen und Organisationen.