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Bildung muss angesichts der tiefgreifenden gesellschaftlichen Einschreibung von KI-Systemen verändert werden. Diese Veränderungen fassen wir unter dem Begriff KI-Bildung und beschreiben sie im Folgenden in sechs Thesen. In ihnen fordern wir eine Entmystifizierung der Debatten im Sinne einer digitalen Aufklärung, betonen die Bedeutung eines kritisch-reflexiven und multiperspektivischen Zugangs und lehnen technik-deterministische und solutionistische Ansätze zur Lösung bildungspolitischer und sozialer Probleme ab. Als normatives Leitbild für die Gestaltung von KI-Bildung schlagen wir eine Orientierung an den Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung vor. Mit Blick auf die informatische Bildung verbinden wir kreativ-gestaltende mit analytisch-interpretierenden Verfahren und zeigen Architektur- und Relevanzperspektiven von KI-Systemen auf. Abschliessend heben wir die politische Bedeutung der Teilhabe und Mitgestaltung im Rahmen von KI-Bildung hervor. Mit unseren Thesen zu KI-Bildung wollen wir wechselwirkende technologische, individuelle und gesellschaftliche Dimensionen berücksichtigen, die interdisziplinäre Auseinandersetzung befördern und unterschiedliche Fachperspektiven stärker in einen Austausch bringen.
Published in: MedienPädagogik Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung