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Bisphenole sind synthetische Verbindungen, die in zahlreichen industriellen Produkten verarbeitet sind. Sie werden unter anderem in Kunststoffen, Epoxidharzen, Thermopapier, Lacke und Klebstoffen eingesetzt. Aufgrund ihrer hormonähnlichen Wirkung und der damit verbundenen möglichen gesundheitsschädlichen Risiken gelten sie als endokrin wirksame Substanzen. Aus diesem Grund hat die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für Bisphenol A eine signifikante Absenkung der tolerierbaren täglichen Aufnahmemenge (TDI) von 4000 ng/kg auf 0,2 ng/kg Körpergewicht vorgenommen [1]. Vor kurzem wurde in der Europäischen Union ein umfassendes Verbot für die Verwendung von BPA in Lebensmittelkontaktmaterialien beschlossen [2]. Aus diesem Grund wird das BPA in industriellen Anwendungen durch andere Bisphenole ersetzt. Das toxikologische Potenzial dieser Verbindungen ist bislang nur unzureichend untersucht. Vor diesem Hintergrund wird in dieser Arbeit eine sensitive Analysemethode zur simultanen Bestimmung von 17 Bisphenolen in Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen entwickelt, die sowohl aktuellen Anforderungen als auch gesetzlichen Vorgaben entspricht. Die Probenaufarbeitung erfolgte durch organische Extraktion gefolgt von einem SPE‐Clean‐Up und anschließender LC‐ESI‐MS/MS Messung. Damit war es möglich, 17 Bisphenole simultan im unteren ng/kg‐Bereich innerhalb von 8 Minuten quantitativ zu erfassen. Die entwickelte Methode wurde unter anderem auf Pflanzenöle, Eier, verarbeitete Tomatenprodukte und Energy‐Drinks erfolgreich angewendet. Nun ist es möglich zu überprüfen, ob der neu festgelegte TDI‐Wert eingehalten wird.