Search for a command to run...
Zusammenfassung Die Parkinson-Krankheit zählt zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen in Deutschland und stellt das Gesundheitssystem vor erhebliche Versorgungsherausforderungen. Trotz steigender Prävalenz fehlt es an flächendeckenden,strukturierten Versorgungsmodellen, insbesondere im ambulanten Bereich. Advanced Practice Nurses (APNs), akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen auf Masterniveau, könnten zur Schließung dieser Versorgungslücke beitragen. Ihre Einbindung ermöglicht eine koordinierte, personenzentrierte und evidenzbasierte Betreuung insbesondere chronisch erkrankter Menschen mit komplexem Bedarf. Der Artikel beleuchtet das Potenzial von APNs in der neurologischen Versorgung am Beispiel des Projekts INSPIRE-PNRM + , einem innovativen Modellprojekt zur regionalen Versorgung von Patienten mit Parkinson-Erkrankung in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland, gefördert vom Innovationsfonds. Im Rahmen einer randomisiert-kontrollierten Studie wird der Effekt von APN-gesteuerter Versorgung auf Lebensqualität, Versorgungskoordination und Kosteneffizienz untersucht. Die APNs übernehmen dabei zentrale Aufgaben in der häuslichen Betreuung, Edukation und Therapieanpassung. Die Implementierung von APNs könnte ein zukunftsweisender Baustein zur nachhaltigen Optimierung der Versorgung von Patienten mit Parkinson-Erkrankung in Deutschland sein.