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Vertrauen in Gruppen – unter diesem Titel sind grundsätzlich zwei Lesarten möglich. Einmal vertraue ich darauf, dass Gruppen in der Lage sind, sich zu entwickeln, entscheidungsfähig zu sein, dass Gruppenentscheidungen unter bestimmten Voraussetzungen besser sind als Einzelentscheidungen (Schwarz, 2000), dass Gruppen Konfliktkompetenz entfalten und daher auch im Stande sind, Konflikte innerhalb der Gruppe selbststeuernd zu lösen, u. a. m. Aber darum soll es in diesem Artikel nicht gehen. Vertrauen in Gruppen ist zum anderen eine Beziehungsqualität, die ein Verhältnis der Gruppenmitglieder unter diesem speziellen Aspekt determiniert. Dieses Verhältnis ist nicht stabil, es verändert sich im Laufe des Prozessgeschehens in Gruppen. Der folgende Text fokussiert auf diese zweite Lesart des Titels und versucht das Phänomen ‚Vertrauen’ im Rahmen eines Gruppenentwicklungsprozesses zu beschreiben.