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Die vierte Europäische Unternehmenserhebung über neue und aufkommende Risiken (ESENER 2024) befragt Unternehmen dazu, wie sie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (OSH) in der Praxis handhaben, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf psychosozialen Risiken, d. h. arbeitsbedingtem Stress, Gewalt und Belästigung, sowie auf der Digitalisierung liegt. ESENER 2024 wurde im Frühjahr und Sommer 2024 in Unternehmen mit fünf oder mehr Beschäftigten aus privaten und öffentlichen Organisationen aller Wirtschaftszweige mit Ausnahme von privaten Haushalten (NACE T) und extraterritorialen Organisationen (NACE U) durchgeführt. Insgesamt wurden 41 458 Unternehmen in 30 europäischen Ländern befragt, wobei die Befragten „die Personen waren, die am besten über Gesundheit und Sicherheit im Unternehmen Bescheid wissen“. Je nach Land reichte die Stichprobengröße von etwa 450 in Malta bis zu über 2 250 in Frankreich, Italien, Polen und Spanien und über 3 100 in Deutschland. Die Daten wurden mittels computergestützter Telefoninterviews (CATI) erhoben, aber die Befragten hatten die Möglichkeit, die Umfrage online auszufüllen, wenn sie eine telefonische Teilnahme ablehnten. Die Feldarbeit wurde von Ipsos NV und seinem Netzwerk von Feldarbeitszentren in ganz Europa durchgeführt. Die Stichproben wurden nach einem disproportionalen Stichprobenplan gezogen, der später durch Gewichtung korrigiert wurde. Der Fragebogen, der weitgehend mit den ESENER-Erhebungen von 2014 und 2019 übereinstimmt, wurde von einem Team aus Experten für Umfragedesign und Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der EU-OSHA entwickelt und untersucht vier Bereiche der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz im Detail: (1) den allgemeinen Ansatz des Unternehmens zum Arbeitsschutzmanagement, (2) den Umgang mit dem „aufkommenden“ Bereich der psychosozialen Risiken, (3) die wichtigsten Triebkräfte und Hindernisse für das Arbeitsschutzmanagement und (4) die praktische Umsetzung der Arbeitnehmerbeteiligung am Arbeitsschutzmanagement.