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Abstrakt Die neue Traunbrücke verbindet Wels mit Schleißheim – eine überdachte Geh‐ und Radwegbrücke in moderner Holzfachwerkbauweise. Mit 124 m ist sie die längste ihrer Art in Österreich. Die Planung der Schimetta Consult ZT GmbH führte durch ein technisch und organisatorisch anspruchsvolles Umfeld: Staubereich des Kraftwerks Marchtrenk, strenge Naturschutzauflagen, enge Platzverhältnisse und ein knappes Zeitfenster. Untersucht wurden drei Konzepte: ein Stahltrog, eine Aluminiumfachwerkbrücke und die schließlich umgesetzte Holzfachwerkbrücke mit Flusspfeilern in den Drittelpunkten. Bewertet wurde nach Lebenszykluskosten, Montage, Instandhaltung und Gestaltung. Die Holzlösung setzte sich klar durch: nachhaltig, robust und stimmig in der Landschaft. Erst anschließend folgte eine vertiefte Gestaltungsstudie mit drei Architekturbüros. Der Stadtrat entschied sich für die jetzige Ausführung – nicht zuletzt wegen ihres “Asterix‐Charmes” am Römerweg. Dach, Beleuchtung, Aussichtsplattformen und der konstruktive Holzschutz wurden gezielt in das technische Gesamtkonzept integriert. Vergabe und Umsetzung liefen über eine funktionale Ausschreibung mit Fokus auf Qualität und Termin. Durch Vorfertigung und das präzise geplante Einschwimmen der drei Felder stand die Brücke nach acht Monaten – gebaut von der ARGE Dreihans GmbH / Felbermayr Bau GmbH & Co KG. Ein Beispiel dafür, wie moderner Brückenbau Nachhaltigkeit, Effizienz und Gestaltung verbindet.