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Abstract Die Einleitung lotet den Begriff des Common Sense in aktuellen politischen und ästhetischen Kontexten aus und historisiert ihn als eine umkämpfte Kippfigur. Indem der Beitrag den Bogen von Thomas Paine über demokratische bis hin zu autoritären Gesellschaftsformen schlägt, geht er der paradoxen Natur des Common Sense als einer stabilisierenden, demokratiestiftenden gemeinschaftlichen Kraft wie auch als potenzieller Quelle eines autoritären Populismus nach. U.a. in Auseinandersetzung mit Sophia Rosenfeld, Aleida und Jan Assmann sowie den Beiträgen zu einem Projekt über sensus non-communis plädiert die Einleitung für ein dialektisches Verständnis wechselseitiger Bedingtheit des demokratischen Potenzials von Common Sense und seiner Affinitäten zum Ressentiment. Der Text interpretiert ihn so im Sinne von Raymond Williams als „Keyword“, das zwischen Ästhetik, Politik und Alltagserfahrung angesiedelt ist.