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Im Verbundprojekt LEVIKO-XR entstehen Fortbildungsformate, in denen mit Lehrkräften Potenziale für den Einsatz von XR-Technologien in verschiedenen Handlungsfeldern des Musikunterrichts erarbeitet werden. Der Artikel berichtet über die Arbeit im Projekt, bezogen auf den Themenschwerpunkt «Producing», zu dem derzeit eine wachsende Zahl an Veröffentlichungen und Angeboten zu beobachten ist. Eine prototypische Software ist ‹PatchWorld› (patchxr.com), in der mehrere User:innen interaktiv und kollaborativ Musik produzieren. Die User:innen können dort Klänge erschaffen, kreativ experimentieren und gemeinsam musikalische Werke gestalten. Teilaspekte des XR-Producings sind unter anderem individualisierbare Avatare, gestaltbare XR-Räume oder Motion-Recordings (6-DoF) der eigenen Performances. Dazu kommen Faktoren wie soziale Präsenz und deren Rolle für die Lernzufriedenheit, die wahrgenommene Lehreffektivität oder das Lernverhalten in virtuellen Räumen. Aus didaktischer Sicht lassen sich bereits Potenziale für den Musikunterricht beschreiben. Zunächst werden diese anhand des TPACK Modells aufgezeigt und in Zusammenhang mit den Bildungsplänen gebracht, bevor eine didaktische Fokussierung im Designprozess mithilfe bildungstheoretischer Perspektiven formuliert wird. Daraus ergeben sich relevante Fragestellungen für die Lehrkräfteprofessionalisierung und für die Erarbeitung weiterer Zyklen eines Lehr-Lern-Designs nach Design Based Research.
Published in: MedienPädagogik Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
Volume 68, pp. 171-195