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Zusammenfassung Hintergrund Die COVID-19-Pandemie („coronavirus disease 2019“) hat die Hochschullehre, insbesondere im Bereich Digitalität, nachhaltig geprägt. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, wie Studierende an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd digitale Angebote und Strukturen zwischen 2021 und 2024 erleben und bewerten. Hintergrund ist das drittmittelgeförderte Strukturentwicklungsprojekt „Professionalisierung für eine Kultur der Digitalität“. Methode Es wurden drei quantitative Online-Befragungen als Vollerhebungen unter allen eingeschriebenen Studierenden durchgeführt. Die Kultur der Digitalität in der Hochschullehre wurde über drei Indikatoren erfasst: (1) Nutzung und (2) Bewertung digitaler Angebote und Strukturen sowie (3) deren wahrgenommene Wirkung. Die Auswertung erfolgte deskriptiv und inferenzstatistisch. Ergebnisse Die Nutzung digitaler Angebote und Strukturen entwickelte sich unterschiedlich, beispielsweise wurde Moodle häufiger und Webkonferenzsysteme seltener genutzt. In der Bewertung gewann der Zuwachs an zeitlicher Flexibilität an Bedeutung, während das Fehlen sozialer Kontakte seltener als zentraler Nachteil genannt wurde. Negative Wirkungen wie Müdigkeit und ein erhöhter Arbeitsaufwand gingen zurück und positive Erfahrungen, wie mehr Spaß an der Lehre, nahmen zu. Schlussfolgerung Im Verlauf deuten die Ergebnisse auf einen fortschreitenden Prozess einer Kultur der Digitalität hin. Digitale Angebote und Strukturen werden von den Studierenden genutzt und überwiegend positiv bewertet, zugleich bestehen technische Hürden, gesundheitliche Belastungen und das Bedürfnis nach sozialem Austausch fort. Für die zukünftige Hochschullehre ist es wichtig, die Kultur der Digitalität sensibel und reflektiert zu begleiten sowie Didaktik und Strukturen in partizipativen Prozessen kontinuierlich weiterzuentwickeln.