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Zusammenfassung Mit steigender Zahl an Krebserkrankungen wächst auch die Gruppe der Langzeitüberlebenden, die zunehmend unter den sichtbaren und funktionellen Folgen onkologischer Therapien leiden. Neben den somatischen Belastungen rücken psychosoziale Faktoren wie Selbstwahrnehmung und Lebensqualität in den Fokus der Versorgung. Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung ästhetisch-medizinischer Verfahren in der Betreuung onkologischer Patienten darzustellen und deren Potenzial zur Verbesserung von Lebensqualität, Selbstbild und sozialer Teilhabe zu beleuchten. Anhand aktueller Literatur sowie klinischer Erfahrungswerte werden die häufigsten therapieassoziierten Hautveränderungen aufgeführt und die Anwendung ästhetischer Interventionen wie Botulinumtoxin und dermaler Filler bei onkologischen Patienten kritisch dargestellt. Dabei werden indikationsspezifische Aspekte, Kontraindikationen und besondere Vorsichtsmaßnahmen diskutiert. Ästhetische Behandlungen können bei sorgfältiger Indikationsstellung und enger interdisziplinärer Abstimmung sicher durchgeführt werden. Sie bieten effektive Unterstützung bei der Linderung therapiebedingter Veränderungen wie Narbenbildung, Alopezie oder Volumenverlust. Gleichzeitig bestehen onkologiespezifische Risiken, etwa durch Immunsuppression, Medikamenteninteraktionen und potenzielle immunologische Reaktionen. Die ästhetische Medizin kann einen wertvollen Beitrag zur ganzheitlichen Betreuung onkologischer Patienten leisten. Ihre Integration in die supportive und rehabilitative Versorgung sollte strukturell verankert und weiter wissenschaftlich evaluiert werden.