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Abstrakt Am 11.09.2024 stürzte ein Teilbereich des Überbauzugs c der Carolabrücke in Dresden in die Elbe. Die verbliebenen Bereiche des Zugs c wurden konventionell notabgebrochen, um den Fließquerschnitt vor einem nahenden Hochwasser frei zu räumen. Für die Überbauten der Züge a und b war das Schadenausmaß unbekannt, eine Notsituation für die Entscheidung zum sofortigen Abbruch bestand vorerst aber nicht. Bis zur Festlegung des weiteren Umgangs mit den Überbauten erfolgte eine kontinuierliche Zustandsüberwachung mit einem Schallemissionsmonitoring (SEM), mit dem eine Verschlechterung des Zustands gegenüber dem Status quo detektierbar war. Im Schutz des SEM wurde zudem die Schiffbarkeit der Elbe zeitweise wieder gewährleistet, auch wenn die Standsicherheit des Bauwerks nicht auf dem dafür erforderlichen Sicherheitsniveau rechnerisch nachgewiesen werden konnte. Diagnostische Untersuchungen sowie detektierte Spanndrahtbrüche an den Zügen a und b führten zu der Entscheidung, dass auch sie nicht mehr instandsetzungsfähig und somit zurückzubauen waren. Für deren Rückbau wurden verschiedene Varianten untersucht, die auf minimale Eingriffe und kurze Sperrzeiten der Elbe zielten. Die Umsetzung der Vorzugsvariante erforderte vorbereitende Maßnahmen, die trotz Standsicherheitsgefährdung der Züge a und b ausgeführt werden mussten. Dies erfolgte ebenfalls im Schutz der Überwachung des SEM und mit Einbau von Notunterstützungen, welche bis zum Abbruch der maßgebenden Bauteile in Funktion blieben.