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Dieses Werk stellt einen Ergänzungsband zum zweiten Grundlagenwerk des Integrativen Realismus dar und entwickelt eine systematische Vertiefung der dort eingeführten ontologischen Architektur. Im Zentrum steht die formale Explikation einer feldgebundenen Prozessontologie, die Realität nicht über Substanz, sondern über strukturierte Wirksamkeit bestimmt. Der Band rekonstruiert und präzisiert die dreischichtige Struktur des Modells: ontologische Leerheit als nicht-substantielle Prozessbasis, feldgebundene Wirksamkeit (Systemisch-Funktionale Existenz, SFE) als relative Realitätsebene sowie ontische Faktizität als kognitive und erfahrungsstrukturelle Konsolidierung von Erscheinungsstabilität. Diese Schichten werden nicht metaphysisch, sondern systemisch verstanden und in einer formalen Zwei-Ebenen-Architektur miteinander verschränkt. Ein zentrales Anliegen des Werkes ist die strukturelle Begrenzung des Relativismus. Relative Wahrheit wird nicht als Beliebigkeit interpretiert, sondern als feldgebundene Wirksamkeit, die an Stabilisierung, Rückkopplung und Erfahrungsrealität gebunden ist. Ontologische Leerheit verhindert Reifikation, während ontische Faktizität die Erfahrbarkeit von Welt ermöglicht, ohne substanzielle Ontologie zu postulieren. Der Band enthält eine axiomatische Darstellung der Feld-Ontologie, ein formales Schichtenmodell sowie eine systemtheoretische Rekonstruktion der Zwei-Wahrheiten-Struktur in nicht-religiöser, ontologisch-prozessualer Form. Darüber hinaus wird das Modell im Kontext der österreichischen Tradition (Brentano, Meinong, Ehrenfels), der buddhistischen Prozessanalyse sowie ausgewählter zeitgenössischer Feldkonzeptionen verortet und in seiner systemischen Eigenständigkeit bestimmt. Methodisch verbindet das Werk phänomenologische Beschreibung, formale Modellbildung und systemtheoretische Morphodynamik. Ziel ist nicht die Kommentierung bestehender Theorien, sondern die Ausarbeitung einer architektonischen Onto-Systemik, in der Ontologie, Erkenntnistheorie und Dynamik als integrierte Struktur erscheinen. Der Ergänzungsband fungiert als formale Konsolidierung des Integrativen Realismus und macht dessen ontologischen Kern explizit, präzise und erweiterbar.