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Der Beitrag stellt mit FLACT (Framework for Language Awareness and Cognitively stimulating Tasks) ein theoretisch fundiertes, empirisch erprobtes Kriterienraster zur Analyse und Konzeption sprachbezogen kognitiv aktivierender Lernangebote vor. Auf Basis von Modellen der Unterrichtsqualität, lernpsychologischen Ansätzen zu kognitiver Aktivierung und Perspektiven sprachlicher Bildung werden zentrale Gelingensbedingungen für komplexe Aufgaben systematisiert und hochschuldidaktisch in einem viergliedrigen Seminarkonzept verankert. Empirisch stützt sich der Beitrag auf erste qualitativ ausgewertete Reflexionen von Lehramtsstudierenden unterschiedlicher Fächer (N = 24 von 51), die FLACT im Rahmen eines bildungswissenschaftlichen Seminars genutzt haben. Die Studierenden erleben FLACT als verständliches, lernförderliches Reflexions- und Analyseinstrument mit deutlich wahrgenommenem Lernzuwachs, verweisen zugleich jedoch auf eine hohe zeitliche Inanspruchnahme und subjektive Bewertungsanteile. Im Lichte von Design-Based Research werden Perspektiven zur iterativen Weiterentwicklung von FLACT und zu dessen hochschuldidaktischer Implementierung diskutiert, etwa durch eine reduzierte Version, digitale und/oder KI-basierte Umsetzungen und eine stärkere Einbettung in kollaborative Reflexionsformate. Insgesamt zeigt sich FLACT als viables hochschuldidaktisches Entwicklungswerkzeug für sprachsensiblen, kognitiv aktivierenden Unterricht.