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Zusammenfassung Hintergrund und Fragestellung Der Planungsqualität wird eine zentrale Rolle in der Qualitätsentwicklung von Gesundheitsförderung und Prävention zugesprochen. Trotz vielfältiger Aktivitäten zur Qualitätsverbesserung von Anträgen gibt es in der Praxis Umsetzungsprobleme. Dieser Beitrag untersucht die Planungsqualität ernährungsbezogener IN FORM-Projekte hinsichtlich zentraler Herausforderungen sowie Unterstützungsbedürfnissen einer wirkungsorientierten Projektplanung. Methodik Es wurden (1) eine strukturierte Bewertung der Planungsqualität von 42 Anträgen für ernährungsbezogene IN FORM-Projekte anhand eines a priori festgelegten Analyserasters vorgenommen und (2) Interviews mit Projektnehmenden und Evaluierenden der geförderten Projekte durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Ergebnisse Die Analyse der Planungsqualität zeigt Potenzial für eine Fokussierung auf vier wesentliche Aspekte: Differenzierung von Output- und Outcome-Zielen, präzise Zieldefinition, fundierte Begründungen hinsichtlich Wirkungsannahmen sowie Wirkungslogik in der Projektplanung. Der zeitliche Rahmen der Projekte ist häufig ein Hindernis für wirkungsorientierte Projektplanung, da Evaluationsergebnisse bis Projektende vorliegen müssen und dadurch eine hohe Output-Orientierung entsteht. Projektnehmende formulieren vielfältige Unterstützungsbedürfnisse zur wirkungsorientierten Projektplanung, z. B. konkrete Qualifizierungsthemen und -formate zur wirkungsorientierten Projektplanung. Schlussfolgerung Die Ergebnisse liefern Hinweise, wie die Planungsqualität ernährungsbezogener IN FORM-Projekte verbessert werden kann.