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Zusammenfassung Hintergrund Krebserkrankungen sind in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Infolge des demografischen Wandels nimmt die Bedeutung des Präventionsverhaltens diesbezüglich zu. Einerseits besteht ein breiter Konsens, dass die Krebsfrüherkennungsuntersuchung (KFU) ein sinnvolles Instrumentarium der Prävention bereitstellt, andererseits wird das bestehende Angebot an KFU nicht optimal nachgefragt. Ziel Es stellt sich die Frage, inwiefern Alter, Informationsverhalten, Geschlecht und das antizipierte subjektive Unbehagen (Empfindungsgrad) einer KFU das geplante Inanspruchnahmeverhalten beeinflussen und welche Aspekte bei der Weiterentwicklung von KFU zukünftig berücksichtigt werden sollten. Methoden/Ergebnisse Es wurden 216 Personen in Deutschland (Altersspanne 18–65 Jahre) über ein Access Panel per Zufall ausgewählt und online befragt (07/2023–09/2023). Zwischen Alter und geplantem Inanspruchnahmeverhalten besteht ein umgekehrt U‑förmiger Zusammenhang. Weiterhin konnte belegt werden, dass das Informationsverhalten positiv mit dem geplanten Inanspruchnahmeverhalten zusammenhängt. Die Interaktion mit Geschlecht und dem antizipierten subjektiven Unbehagen kann auf der Basis der Daten ebenfalls belegt werden. Demzufolge planen männliche Personen KFU eher in Anspruch zu nehmen, je weniger unangenehm diese eingeschätzt werden. Schlussfolgerung Die Forschungsergebnisse leisten einen Beitrag das Puzzel zu lösen, warum Frauen eher bereit sind als Männer, an einer KFU teilzunehmen und inwieweit geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wahrnehmung von Krankheitsrisiken eine Rolle spielen.