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Zusammenfassung Die Schulsozialarbeit steht, insbesondere vor dem Hintergrund des starken personellen Ausbaus in den vergangenen Jahr(zehnt)en, vor der Herausforderung, ihre fachliche – und im Falle einer Jugendhilfeträgerschaft auch organisatorische – Einbindung in das System der Kinder- und Jugendhilfe mit der Einbindung in das Schulsystem als vorrangigen Erbringungskontext zu verbinden. Ausgehend von dieser theoretischen Verortung der Schulsozialarbeit als in eine Organisation mit anderen Primärzielen (Schule) eingebettetes Arbeitsfeld wird in diesem Beitrag die Frage aufgeworfen, welche Relevanz organisationale Unterstützungsstrukturen in beiden Kontexten – Kinder- und Jugendhilfe sowie Schule – für die Ausgestaltung der Schulsozialarbeit besitzen. In Bezug auf diese Ausgestaltung werden sowohl die innerschulische Kooperationspraxis der Fachkräfte als auch deren sozialräumliche Orientierung über den Schulstandort hinaus berücksichtigt. Die empirische Grundlage bildet eine Teilpopulation (Fachkräfte in Jugendhilfeträgerschaft, n = 2591) einer bundesweiten Befragung von Schulsozialarbeiter*innen ( n = 5070), für die ein Strukturgleichungsmodell berechnet wird. Die Analysen zeigen, dass das Agieren der Schulleitung für die Ausgestaltung der Schulsozialarbeit – insbesondere für die innerschulische Kooperation – von hoher Relevanz ist, während sich die Unterstützung der Jugendhilfeträger zwar auch förderlich auswirkt, jedoch nur mit marginalem Effekt auf die innerschulische Kooperation bzw. mit einem schwachen Effekt auf die sozialräumliche Orientierung. Entsprechend bedarf es auch bei einer in der Jugendhilfe verorteten Trägerschaft von Schulsozialarbeit der sozialpädagogischen Expertise am Ort Schule, idealerweise auf der Schulleitungsebene, um Schulsozialarbeit in ihren inner- und außerschulischen Bezügen nachhaltig unterstützen zu können.