Search for a command to run...
Zusammenfassung Hintergrund Realistische Trainingsmodelle sind essenziell, um Ärztinnen und Ärzte in klinischen Prozeduren zu schulen. In dieser Studie wurde untersucht, ob ein kostengünstiges, selbst generiertes 3D‐gedrucktes Hautmodell Früchten und Schaumstoffmodellen beim Erlernen von Hautstanzen überlegen ist. Patienten und Methodik In die Studie (10/2023–02/2025) wurden 148 Medizinstudierende einbezogen, die das 3D‐Hautmodell, hergestellt aus weichem Silikon mit einer Shore‐Härte von 10A, mit Früchten und Schaumstoff für das Training der Stanzbiopsie verglichen. Vorherige Kohorten trainierten ausschließlich mit Früchten und Schaumstoff. Zusätzlich beurteilten 28 Ärztinnen und Ärzte die Realitätsnähe des 3D‐Modells im Vergleich zu echter Haut. Praktische Fertigkeiten wurden in Objective Structured Clinical Examinations (OSCEs) erhoben. Rückmeldungen von Studierenden und Ärzten erfolgten über standardisierte Fragebögen. Zudem wurden ökonomische und ökologische Aspekte analysiert. Ergebnisse Die Studierenden bewerteten das 3D‐Hautmodell hinsichtlich Realismus und Trainingsgeeignetheit signifikant besser als Früchte und Schaumstoff (jeweils p < 0,001). Die OSCE‐Ergebnisse zeigten eine vergleichbare Kompetenzentwicklung (p = 0,2005). Ärztinnen und Ärzte stuften das 3D‐Modell sowohl anatomisch als auch haptisch als realistischer ein als Schaumstoff und Früchte (jeweils p < 0,001). Schlussfolgerungen Das 3D‐gedruckte Hautmodell ist ein überlegenes, kosteneffizientes Trainingsinstrument, das die Limitationen konventioneller Modelle überwindet, das Vertrauen der Lernenden stärkt und den Fertigkeitserwerb fördert. Obwohl die Herstellung ressourcenintensiv ist, machen Wiederverwendbarkeit und kostengünstige Materialien das Modell langfristig nachhaltig. Die anatomische Realitätsnähe steigert das Interesse an der Dermatologie und macht das Modell zu einer vielversprechenden Innovation in der medizinischen Ausbildung.