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Zusammenfassung Carl von Clausewitz hat den Krieg als einen Zusammenhang, eine „wunderliche Dreifaltigkeit“ von Leidenschaft, Zufall und Verstand, verkörpert in den Elementen Volk, Heer und Regierung beschrieben. Norbert Elias hat den Begriff der Figuration eingeführt, um ein Geflecht von „Interdependenzen“, das Menschen „aneinander bindet“, zu beschreiben. Der Beitrag nutzt den soziologisch vertrauten Begriff der Figuration, um ihn in einen soziologischen Begriff der Form zu übersetzen und Clausewitz’ Theorie des Krieges mit Ansätzen der Systemtheorie, der Netzwerktheorie und des Formkalküls genauer zu beschreiben. Die den Krieg ausdifferenzierende und reproduzierende Operation ist für Clausewitz die Verteidigung, sodass ausgehend von der Verteidigung nach der Form des Krieges gefragt werden kann. Die drei Elemente Volk, Heer und Regierung, die in ihrer Dreiheit den Krieg sowohl ausdifferenzieren als auch in die Gesellschaft integrieren, beschreibt der Beitrag als Komponenten eines Netzwerks, das einen strukturellen Beitrag dabei leistet, die Politik mit „anderen Mitteln“, nämlich nicht nur mit der Androhung von Gewalt, sondern auch mit der Ausübung organisierter Gewalt zur Androhung weiterer Gewalt zu reproduzieren. Ungenügende Macht reproduziert sich als Versuch der Wiedergewinnung ausreichender Macht.